Mietzahlungen zu Zeiten der Corona-Pandemie

Das Corona-Virus hat binnen weniger Tage die Lebenswirklichkeit vieler unserer Mieter auf den Kopf gestellt. Der tägliche, direkte Schutz von Leib und Leben steht jetzt an oberster Stelle. Und wer gestern noch glaubte, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben, befindet sich heute schon in Kurzarbeit oder ist gar arbeitslos. Bei nicht wenigen Selbstständigen oder Freiberuflern brach das Einkommen komplett weg oder ist erheblich geschmälert. Aber auch in dieser Situation steht die WoBauGe als kommunaler Vermieter an der Seite der Königs-Wusterhausener Bürger. Eine Hilfe bildet dabei das jetzt von der Bundesregierung verabschiedete „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie“, mit dem unsere Mieter leichter zeitweilige finanzielle Engpässe überbrücken können.

Das neue Gesetz ist kein Mieterlass

Aber Vorsicht, es geht hier nicht um einen Mieterlass, wie in einigen sozialen Medien bereits fälschlicherweise verkündet wird! Auch dort verbreitete Mitteilungen, wonach bei wirtschaftlich von der Pandemie betroffenen Familien der Staat die Mietkosten teilweise oder gar vollständig übernimmt, sind falsch und führen die Mieter in die Irre.

In Wahrheit bleibt die Pflicht der Bewohner von Mietwohnungen zur Zahlung ihrer Miete selbstverständlich auch während der Pandemie bestehen.

Nur das Kündigungsrecht ist eingeschränkt

Die Bundesregierung hat lediglich das Kündigungsrecht der Vermieter eingeschränkt. Kündigungen aufgrund grober Verstöße oder Fehlverhalten von Mietern sind aber nach wie vor möglich. Aufgrund von Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis allerdings nicht mehr kündigen, sofern die Mietrückstände kausal auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Das aber muss der jeweilige Mieter gegenüber seinem Vermieter von Beginn an glaubhaft nachweisen. Und sollten diese Mietrückstände nach 24 Monaten - dem 30. Juni 2022 - noch immer nicht beglichen sein, erlischt dieser spezielle Kündigungsschutz.

Die Bundesregierung will mit diesem neuen Gesetz verhindern, dass Mieter, die aufgrund der Pandemie unverschuldet in zeitweilige finanzielle Not geraten sind und ihre Miete plötzlich nicht mehr bezahlen können, auf die Straße gesetzt werden. Ein Grundanliegen, das auch die WoBauGe als Ihr bekanntermaßen stets sozialer Vermieter teilt.

Schulden nicht anwachsen lassen

Die WoBauGe richtet daher den dringenden Appell an alle Mieter, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind, nicht die Hände in den Schoss zu legen oder gar zu verzweifeln. Werden Sie aktiv und halten Sie die Mietrückstände so gering wie möglich! Die Miete muss bezahlt werden! Ein Aufschub hilft oft nur bedingt. Lassen Sie den Schuldenberg nicht zu groß werden. Je höher die Schulden, desto schwerer lassen sie sich abtragen.

Unverzüglich WoBauGe kontaktieren

Überwinden Sie Ihre Scham und setzen Sie sich unverzüglich mit den Mitarbeitern der WoBauGe per E-Mail, per Brief oder auch telefonisch in Verbindung. Teilen Sie ihnen schnellstmöglich schriftlich mit, dass Sie aufgrund der Pandemie derzeit die Miete nur teilweise oder im Ausnahmefall auch gar nicht bezahlen können. Alle Mieter werden eindringlich gebeten, anhand von Unterlagen glaubhaft zu belegen, dass ihre Finanznot aufgrund der Corona-Krise entstanden ist oder entstehen wird. Die WoBauGe bestätigt den betroffenen Mietern nach kurzer Prüfung dann in einem separaten Schreiben die Corona-Härtefall-Regel.

Hilfsangebote in der Region nutzen

Die WoBauGe fordert alle betroffenen Mieter auf, auch unbedingt die Beratungs- und Hilfsangebote in der Region zu nutzen. Auch wenn dies ebenso wie bei der WoBauGe derzeit nur telefonisch oder per E-Mail möglich ist. Verhindern Sie, dass sich Mietrückstände auftürmen, dauerhaft verschlimmert das die finanzielle Notlage Ihrer Familie.

WoBauGe hat weiterhin ein Herz für Mieter

Seien Sie sicher, die WoBauGe als Ihr Vermieter steht auch in dieser bisher nie dagewesenen Krise an Ihrer Seite und hat, wie seit Jahren bewiesen, auch jetzt ein Herz für in Not geratene Mieter. Das Wichtigste aber ist, bleiben Sie, liebe Mieter, alle gesund. Lassen Sie uns alle gemeinsam in einem solidarischen Miteinander diese Krise bewältigen.   

Kontaktpartner im Kampf gegen Mietschulden

  • Bei weniger/geringerem Einkommen: beim Jobcenter Leistungen beantragen,
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
    Kontaktnummern: +49 3375 279 200 und  +49 3375 279-700,
    Telefonische Kontaktzeiten: Montag - Freitag: 8:00-18:00 Uhr

  • Wohngeldantrag stellen bei der Wohngeldstelle beim Landkreis Dahme-Spreewald – Sozialamt, Antrag finden Sie auf der Homepage des Landkreises
    https://www.dahme-spreewald.info/de/Familie_&_Soziales/53.html
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 03375-260

  • Bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses: bei der Bundesagentur für Arbeit ALG I beantragen
    Kontaktnummer: 0800 4 5555 00 (Arbeitnehmer) für Sie kostenfrei, Telefonische Kontaktzeiten: Montag - Freitag: 8:00-18:00 Uhr

  • ALG II beim Jobcenter (siehe oben) beantragen, Antrag finden Sie auf der Homepage
    https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld

  • Bei Insolvenz des Arbeitgebers: bei der Bundesagentur für Arbeit (s.o.) Insolvenzgeld beantragen
    https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/insolvenzgeld-arbeitnehmer

  • Bei geringerem Einkommen in Kombination mit Kindern: Kinderzuschlag bei der Familienkasse beantragen, Antrag finden Sie auf der Homepage
    https://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/start
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
    Telefon: 0800 / 4 5555 30 (allg. Auskünfte Kindergeld und Kinderzuschlag, gebührenfrei)

  • Bei Selbstständigkeit: Antrag auf Soforthilfen bei der ILB www.ILB.de oder beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie www.mwae.brandenburg.de stellen.
    Die WFBB Wirtschaftsförderung Brandenburg bietet Unternehmen umfassenden Service an unter www.wfbb.de.

Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.

Zentrale

Telefon: 03375 / 25 90 - 0
E-Mail: info@wobauge-kw.de

Havariedienst

Telefon: 0172 / 60 505 49 
oder
Telefon: 016951 / 37 783 19
(Sonderrufnummer kostenpflichtig)

Haben Sie Fragen?

Name:
Telefon:
E-Mail: *
Nachricht:
captcha
Spamschutz
Nähere Informationen zur Übermittlung, Speicherung und Weiterverarbeitung können Sie unter dem Bereich Datenschutz dieser Website nachlesen.

Anschrift

Wohnungsbaugesellschaft
Königs Wusterhausen mbH

Fontaneplatz 1
15711 Königs Wusterhausen

Sprechzeiten

Dienstag
09:00 bis 12:00 Uhr
13:00 bis 18:30 Uhr
Donnerstag
13:00 bis 18:30 Uhr